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SUMMARY:Vortrag: »Majestätisch kuren« von Bernhard Graf
DESCRIPTION:Bernhard Graf\, Autor von »Majestätisch kuren – Bayerns Hofbäder«\, hält einen Vortrag im Museum der bayerischen Könige. \n\n\n\nDie Geschichte vieler Kurorte und ihrer Bäder reicht weit zurück. Bereits die Römer nutzten Orte mit warmen oder mineralischen Quellen zu Heilungszwecken. Im Hochmittelalter verwöhnte die Burgherrin ihre hohen Gäste in einem Zuber. Herzog Ludwig der Reiche hatte die Befürchtung\, seine Gattin Amalie könnte von einem Nebenbuhler im Burghauser »Badstübl« beobachtet und verführt werden\, und erließ deshalb eine neue Hofordnung. Richtig in Mode kamen die »Hofbäder« erst infolge des Einflusses der italienischen Renaissance ab dem 16. Jahrhundert. Die bayerische Kurfürstin Henriette Adelaide kam aufgrund ihrer lang anhaltenden Kinderlosigkeit zu einer Kur nach Bad Heilbrunn – mit Erfolg. Skandalöse Liebschaften (die »Kurschatten«) waren in den Bädern keine Seltenheit. Davor waren weder der Philosoph Friedrich Wilhelm von Schelling in Bad Bocklet noch gekrönte Häupter wie König Ludwig I. in Bad Brückenau oder Zar Alexander II. in Bad Kissingen gefeit. Der Erste Weltkrieg beendete schließlich das mondäne Leben aller Kurorte und die Bezeichnung »Hofbad« ist heute vielerorts vergessen. Doch ohne die enge Beziehung der Fürsten\, Könige und Kaiser zu Bayerns Kurorten wäre deren Existenz und prächtige Ausstattung\, wie sie heute noch zu erleben\, sind nicht denkbar. \n\n\n\nEintritt: 10 € \n\n\n\nVoranmeldung erbeten unter: Telefon: 08362 887252 E-Mail: ticket@museum-hohenschwangau.de
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SUMMARY:Lesung: »Die weiße Fahne« von Norbert Göttler
DESCRIPTION:Norbert Göttler liest aus seinem Buch »Die weiße Fahne. NS-Endphasenverbrechen an Friedenswilligen in Bayern 1945«. \n\n\n\nApril 1945: Der Zweite Weltkrieg nähert sich seinem Ende. Doch noch ist die Gefahr für Leib und Leben auch vieler Deutscher nicht vorüber. Überall lauern entwurzelte Hitlerjungen und sogenannte Werwölfe\, aber auch systematisch geschulte Terror­gruppen der Nationalsozialisten. Sie führen ihre Gewalttaten unmittelbar vor dem Einmarsch der Alliierten\, währenddessen\, aber auch noch Wochen danach mit großer Grausamkeit durch. Ihr Ziel: Friedenswillige\, die eine gewaltfreie Übergabe erreichen wollen.Hunderte Menschen aus allen Teilen Deutschlands fallen ihnen zum Opfer\, wenn sie etwa die weiße Fahne als Zeichen der Kapitulation hissen. In Bayern zum Beispiel der Regensburger Dom­prediger Johann Maier\, die Altöttinger Gruppe um Hans Riehl oder zahlreiche Personen in Franken.Schreckliche und zum Teil ungesühnte Gewalt­­taten\, deren Niederschrift ein beklemmendes Licht auf die Zeit kurz vor dem Ende der national­sozialistischen Herrschaft in Bayern wirft. \n\n\n\nEine Veranstaltung des Demokratiebündnis Dachauer Land\, dem Heimatverein Indersdorf und der Buchhandlung Beck&Boy.
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