Wie fühlt es sich an, ein Gott zu sein – und wie, hilflos zu sein? Wie ist es, anders zu sein, Schuld zu tragen, Angst zu haben, jemanden zu vermissen? Und was geschieht, wenn die vertraute Welt plötzlich aus den Fugen gerät?
Die Siegertexte von »Ohne Punkt und Komma« 2026 nähern sich diesen und ähnlichen Fragen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Eine Türklinke verzweifelt an ihrem grauen Dasein. Ein Mädchen gerät in ein Königreich des Vergessens. Eine unbekannte Nachricht scheint den nächsten Augenblick bereits zu kennen. Andere Texte bleiben näher am Alltag: bei der Angst vor dem Vorlesen, beim Blick auf den eigenen Körper, bei einem Abschied, einem Abendessen oder dem ersten Tag an einer neuen Schule.
Zwanzig junge Autorinnen und Autoren zwischen zwölf und fünfzehn Jahren schreiben von den Momenten, in denen Vertrautes ins Wanken gerät und die Frage auftaucht, wer man ist und wer man sein möchte. Ihre Texte verbinden Fantasie mit genauer Beobachtung, leisen Humor mit dunkleren Tönen.
Was diese Geschichten und Gedichte verbindet, ist die Suche nach den eigenen Worten für das, was sich nicht leicht sagen lässt.




