Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Buchvorstellung »Die Malerei als Kunst der Augen« – Annemarie Kirchner-Kruse in Baldham

19. Januar um 19:30 21:00

Kargl,-Annemarie-Kirchner-Kruse-Cover

Die Herausgeberin, Autorin und Literaturwissenschaftlerin Kristina Kargl präsentiert ihr Buch »Die Malerei als Kunst der Augen« über Annemarie Kirchner-Kruse am Montag, den 19. Januar 2026, um 19.30 Uhr in dem Gemeindehaus der Petrikirche Baldham. Der Eintritt beträgt 15 Euro und ist nur an der Abendkasse erhältlich. Veranstalter ist der Förderverein Petrikirche Baldham e.V.

Annemarie Kirchner-Kruse: Schülerin von Henri Matisse

Die Malerin Annemarie Kirchner-Kruse (1889–1977) lernte in Paris bei Henri Matisse. Ihre wichtigste künstlerische Ausbildung erhielt sie in seinem Atelier und bei Hans Purrmann. Letzterer war lebenslang ein großes Vorbild für sie. Das Erleben der Russischen Revolution beeinflusste ihre Perspektive und ihr Leben stark. Trotz eines turbulenten Lebens, zahlreicher Krisen und Krankheiten behauptete sie sich in der Kunstwelt.

Dr. Kristina Kargl präsentiert die faszinierende Biografie einer Frau, die ihrer Zeit voraus war. Dabei wird deutlich, wie sich künstlerisches Schaffen und persönliches Schicksal miteinander verwoben. Die Veranstaltung bietet tiefe Einblicke in das Leben einer bemerkenswerten Künstlerin.

Eine glückliche Kindheit in Berliner Künstlerkreisen

Die Malerin Annemarie Kirchner-Kruse erlebte eine glückliche Kindheit im Berlin des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Als Tochter des berühmten Bildhauers Max Kruse fand sie schon früh Eingang in die dortigen Künstlerkreise. Die Trennung der Eltern und der Verlust des Familienhauses waren die ersten Katastrophen in ihrem Leben. Ihnen sollten noch viele folgen. Schon früh erkannte sie ihre Liebe zur Malerei. Deren Wurzeln sah sie in der Natur, in Menschenbild und Landschaft.

Zwei Ehen, vier Kinder und große Krisen

Zwei Ehen und vier Kinder brachten viel Glück und großes Leid in Annemarie Kirchner-Kruses Leben. Ab 1935 lebte sie mit Unterbrechungen immer wieder in Bad Homburg. Anfangs wohnte sie dort zusammen mit ihrem zweiten Mann, dem Lehrer und Hölderlin-Forscher Werner Kirchner. Als weitgehend alleinerziehende Mutter von vier Kindern meisterte sie außergewöhnliche Herausforderungen.

Ihre ausgeprägte Selbstständigkeit und ihr lebenslang ausgeübtes Künstlertum zeichneten sie aus. Dadurch erlebte sie die großen Krisen des letzten Jahrhunderts aus einer außergewöhnlichen Perspektive.

Veranstaltungsdetails:

Datum: Montag, 19. Januar 2026

Uhrzeit: 19:30 Uhr

Ort: Petrikirche Baldham, Gemeindehaus, Martin-Luther-Ring 30, 85598 Vaterstetten

Eintritt: 15 Euro (nur Abendkasse)