Albert Lortzing war ein »Familienmensch«: mit Begeisterung schreibt er seinen Eltern von seiner wachsenden Kinderschar, teilt mit ihnen Freud und Leid und vertraut auf ihre Anteilnahme. In den letzten Jahren, als er seine Familie immer wieder verlassen muß, wendet er sich an seine Frau und die herangewachsenen Kinder und berichtet über Theater, Politik, Nöte, Hoffnungen, Kränkungen …Diese Auswahl aus Lortzings Briefen an die Familienangehörigen, die auch einige Abschnitte von Rosine Lortzings Hand enthalten, die hier erstmals veröffentlicht werden, geben einen Einblick in bürgerliches Familienleben, in Theaterleben und Politik der 30er und 40er Jahre des 19. Jahrhunderts. Sie markieren einerseits Lortzings Karrierebeginn als Schauspieler und Sänger am Hoftheater in Detmold und andererseits seine verzweifelten Versuche, nach der 48er Revolution als Kapellmeister und Komponist wieder Fuß zu fassen.Die 14 ausgewählten Briefe aus den Jahren 1829–1833 und 1849–1851 stam-men ausschließlich aus dem Besitz des Lortzing-Archivs Georg Richard Kruse der Lippischen Landesbibliothek in Detmold. Sie werden vorgelegt von Irmlind Capelle, Herausgeberin der Historisch-kritischen Ausgabe der Briefe Albert Lortzings. Die Briefe werden vollständig einschließlich Adresse faksimiliert und anschließend übertragen. Eine Einleitung und z. T. ausführliche Zwischentexte führen in die Situation der Briefe ein.
»… bin ich ohne meine Familie ein halber Mensch.«
Briefe Albert Lortzings
an seine Familie
Erstausgabe
von Capelle, Irmlind (Hg.)
59,00 €
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ISBN 3-935877-92-7 Kategorien: Wissenschaft, Einzeltitel Schlagwörter: Musik, Detmold Seiten: 104 Ausstattung: Hardcover
Capelle, Irmlind (Hg.)
Irmlind Capelle studierte Schulmusik an der Hochschule für Musik Detmold und Ev. Theologie (Staatsexamen 1984) sowie Musikwissenschaft, Ev. Theologie und Neuere deutsche Literaturwissenschaft (Magister Artium 1984) an der FU Berlin. 1991 wurde sie in Detmold/Paderborn mit dem "Chronologisch-thematischen Verzeichnis der Werke von Gustav Albert Lortzing (LoWV)" promoviert.
1984–1988 war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Musikwissenschaftlichen Seminar Detmold/Paderborn zur Edition der Briefe von Albert Lortzing tätig. Von 1991–2014 wirkte sie als freischaffende Musikwissenschaftlerin und war halbtags bei „Dabringhaus und Grimm Audiovision GmbH“ (MDG) zur redaktionellen Betreuung der Booklets und zur wissenschaftlichen Betreuung der Aufnahmen angestellt.
Von Oktober 2014 bis Januar 2021 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin (WiMi) im sog. Detmolder Hoftheater Projekt, von Januar 2021 bis 31. Mai 2023 WiMi im DFG-Projekt „DFG-Viewer für musikalische Quellen“ und von August 2021 bis Oktober 2024 WiMi im DFG-Projekt „Henze digital – Hans Werner Henzes künstlerisches Netzwerk“. Irmlind Capelle ist Gründungsmitglied der Albert-Lortzing-Gesellschaft e. V. und seit 2009 deren Vorsitzende.



